Nr. I: Kleiderschrank sortieren

Wie sortiere ich meinen Kleiderschrank?
Der Kleiderschrank ist prall gefüllt, aber dennoch ist das passende Outfit nicht zu finden: ein Szenario, das vielen Menschen bekannt sein dürfte. Häufig sind der Grund dafür Kleidungsstücke, von denen man sich nicht trennen kann, die man aber dennoch nie anzieht. Dabei ist es mit einigen Tipps und Tricks gar nicht so schwer, die Ordnung im Kleiderschrank wiederherzustellen. Wir sagen Ihnen, wie’s geht:

Kleiderschrank aussortieren:
Das A und O für einen ordentlichen Kleiderschrank ist das gelegentliche Ausmisten. Um den Kleiderschrank auszusortieren und sich von den richtigen Kleidungsstücken zu trennen, stellen Sie sich am besten einige Fragen:

Wie sitzt das Kleidungsstück?
Kleidungsstücke, die eine gute Figur machen, sind nicht zwangsläufig auch bequem. Eine zu enge Jeans oder auch eine Bluse, die über der Brust zu knapp geschnitten ist, ist meist nur die ersten Minuten angenehm zu tragen. Danach beginnt man sich unwohl zu fühlen und strahlt dies nach einer gewissen Zeit auch aus.

Bin ich zufrieden mit der Qualität?
Häufig merkt man erst nach einiger Zeit, dass das gekaufte Shirt oder die kürzlich erworbene Hose nicht unbedingt mit guter Qualität punkten. Ihrem Kleiderschrank zuliebe sollten Sie sich daher von Fehlkäufen trennen.

Hosen und Oberteile fristen nur noch ein Couch-Potato-Dasein?
Kleidungsstücke, die aus unterschiedlichen Gründen nur noch auf der heimischen Couch getragen werden, blähen den Kleiderschrank nur unnötig auf und stören die Ordnung im Schrank. Ein – maximal zwei – bequeme Teile sind völlig ausreichend für den gemütlichen Schlabberlook zu Hause. Alles, was übrig ist, kann weg.

Weshalb ist es so schwer, sich von bestimmten Kleidungsstücken zu trennen?
Mit manchen Teilen sind positive Erinnerungen verknüpft, von denen man sich so leicht nicht trennen mag. Nicht alle Frauen sind bereit, ihr Hochzeitskleid zu verkaufen, ebenso verzichtet nicht jeder Mann gerne auf ein Fußballtrikot, an das Siegeserinnerungen geknüpft sind. Und das müssen Sie schließlich auch nicht! Aus Platzgründen wäre es allerdings sinnvoll, solche Kleidungsstücke gut verpackt außerhalb des Kleiderschranks zu lagern. Sollte es sich um Teile handeln, an denen man nur hängt, weil sie an jüngere oder dünnere Zeiten erinnern: Leben Sie im Jetzt und verabschieden sich von längst überholten Selbstbildern!

Ordnen Sie nach der Saison
Bei einem kleinen Kleiderschrank sortieren Sie Ihre Kleidung nach saisonalen Stapeln und lagern nicht benötigte Kleidungsstücke sauber, kühl und dunkel außerhalb des Kleiderschranks. Dazu bietet sich beispielsweise der Keller oder der Dachboden an.

Achten Sie darauf, dass Sie nur die Kleidungsstücke auslagern, die in der aktuellen Saison nicht getragen werden. Beispielsweise können dünne Langarmshirts trotz langem Arm auch an kühlen Sommertagen getragen werden, der dicke Norwegerpulli mit Rollkragen allerdings eher nicht. Ebenso sind dünne modische Stiefeletten gewissermaßen ein Allroundtalent und ein guter Begleiter an sommerlichen Regentagen, winterliche Moonboots dagegen sind wirklich nur verschneiten Wintertagen vorbehalten.

Systematische Ordnung im Kleiderschrank
Nun geht es ans Einräumen. Dieses sollte keineswegs wahllos, sondern mit System erfolgen. Ordnen Sie Ihre Kleidung vor dem Einräumen nach bestimmten Kategorien. Am einfachsten ist sicher die bereits erwähnte Unterteilung nach der Art der Kleidungsstücke. So hängen alle Blusen und Hosen zusammen, die T-Shirts liegen ordentlich zusammengefaltet auf demselben Brett. Trennen Sie sich auf jeden Fall von Drahtbügeln aus der Reinigung und investieren lieber in ein paar gute Kleiderbügel. Sollten Sie viele liegend zu lagernde Oberteile besitzen, ist es eventuell sinnvoll, den Kleiderschrank um ein weiteres Einlegebrett zu ergänzen, um genügend Platz zu haben.

Wohin mit aussortierten Kleidungsstücken?
Die wohl lustigste und angenehmste Art aussortierte Kleidung loszuwerden, sind Tauschpartys mit Freundinnen. Stellen Sie kleine Knabbereien und Getränke bereit, machen sich einen entspannten Mädels-Abend und misten nebenbei aus. Und wer weiß: Das Kleidungsstück, das Ihnen nicht mehr gefällt oder passt, wird vielleicht zum neuen Lieblingsstück Ihrer besten Freundin. Wer Gutes tun möchte, stellt aussortierte Kleidungsstücke gemeinnützigen Organisationen zur Verfügung.